6 : 2

Eintracht Burenwurst - FCPW Herren

24.09.2016 place Marswiese
('21) ('43) ('60) ('70) ('84) ('87)
Stephan Seppi ('66) Thomas Silaen ('89)

Upps! Die Pannenshow

Wir schreiben die dritte Meisterschaftsrunde der Kampfmannschaft. Samstagabend, es geht auswärts gegen die Mitstreiter an der Spitze: Eintracht Burenwurst. Termin- und verletzungsbedingt müssen einige der gewohnten Stützen vorgegeben werden, und somit rücken einige Spieler nach.

Die Startaufstellung sieht folgendermaßen aus:

Jakob H.
Koppi, Stefan Seyfried, Ludwig
David K., Lucas, David D., Matthias, Stephan Seppi
Domi, Herbert

Vor allem in der Defensive inkl. Tormann wohl ein Quartett, das in dieser Konstellation noch nie miteinander gespielt hat. Für diese Verhältnisse wurde aber die ersten 20 Minuten gut verteidigt, der Gegner wusste sich nur mit hohen Bällen in die Spitze zu helfen. Offensiv verliefen viele Aktionen jedoch im Sand, weil entweder zu lange gewartet wurde oder die Bälle auf Domi und Herbert nicht präzise genug gespielt wurden. Man wäre sicher zu Chancen auf den Führungstreffer gekommen, wenn nicht eine grobe Unaufmerksamkeit für das 1:0 der Gegner gesorgt hätte: Ein weiterer hoher Ball wird vom Gegner Richtung 16er geschlagen, ein Verteidiger kann die Flanke mit dem Kopf blocken, woraufhin der Ball in hohem Bogen Richtung Elfmeterpunkt fliegt. Libero Seyfried attackiert den Ball, um auszuputzen.. zumindest war das wohl sein Plan. Stattdessen schlägt er leider ein Luftloch, und der Stürmer kann den Ball seelenruhig an Jakob vorbeischieben. Eine unglückliche Panne, und es sollte nicht die letzte in diesem Spiel sein. Anfangs lässt sich die Kampfmannschaft davon noch nicht aus der Ruhe bringen, und es wird munter weitergespielt. Die ein oder andere Chance entsteht sogar, doch fehlt immer der letzte Feinschliff, um mit einem Tor abzuschließen. Entweder sind die Bälle in die Spitze ein bisschen zu scharf, der Ball wird zu weit vorgelegt oder erst gar nicht behauptet. Und so plätschert die Partie dahin, bis kurz vor der Halbzeitpause der Gegner einen Eckball zugesprochen bekommt. Ein Linksfuß bringt den Ball von rechts Richtung erster Stange, Tormann Jakob attackiert den Ball.. doch statt ihn wegzufausten, lenkt er ihn mit der flachen Hand ins eigene Kreuzeck. Kurz darauf beendet der Schiedsrichter die erste Spielhälfte.

Bis hierhin ein Spiel, in dem sich die Blau-Weißen eigentlich mehr Chancen erspielt haben als der Gegner. Blöderweise werden diese auf dem Spielbericht im Gegensatz zu den Toren nicht vermerkt. So steht es 2:0 und keiner weiß eigentlich wieso.

In die zweite Halbzeit starten die Burenwürste druckvoll, mit der glücklichen Führung im Rücken spielt es sich für sie jetzt viel leichter. Die Ordnung in der Paulaner-Defensive geht immer mehr verloren, und so öffnen sich die Räume immer weiter und weiter. Nach einem taktischen Foul 20 Meter vor dem eigenen Tor wird der Ball vom Gegner nicht gesperrt, und die Unaufmerksamkeit der Paulaner wird ausgenützt: Während Jakob noch darum bittet, den Ball zu sperren, schießt der gegnerische Spieler schon flach Richtung Tormanneck, wo leider kein Tormann stand. Nicht unhaltbar, aber drin ist drin. Die Entstehungsgeschichte wirkt sich naturgemäß nicht gerade positiv auf das Mannschaftsklima aus.

Doch man sollte zumindest noch anschreiben können. David D. schickt Stephan „Koarl“ Seppi zum gefühlt 50. Mal auf den rechten Flügel, doch diesmal kommt der Ball auch an, und Koarl kann zum 1:3 einnetzen. Viel Hoffnung kommt ob der spielerischen Unordnung trotzdem nicht auf.

Und um die Unglücksserie gleich fortzusetzen, folgt vier Minuten später bereits das 1:4. Nach einem Eckball kann der Ball nicht aus der Gefahrenzone geklärt werden, ein Gegner zieht vom 16er ab. Das Runde findet via Paulaner-Oberschenkel, Jakobs Hand, der Latte und anschließend Jakobs Rücken auf kuriose Weise den Weg ins Eckige. Spätestens hier war es um die spielerische Ordnung bei den Wiedenern geschehen. Und das sollte es noch nicht einmal gewesen sein. Einen eigentlich ungefährlichen Ball auf den linken Flügel kann Thomas B., der mittlerweile statt Stefan Seyfried als Libero eingewechselt wurde, nicht ins Out klären und schießt stattdessen den Gegenspieler an, der problemlos an dem am Boden liegenden letzten Mann vorbeilaufen kann. Mit ihm stürmen noch zwei Offensivspieler in den 16er, doch Paulaner sieht man bis auf Tormann Jakob und Verteidiger Philipp weit und breit nicht. So ist es für die Burenwürste ein leichtes, den Ball quasi ins Tor zu tragen. Und um dem Spiel die Krone aufzusetzen, kommt es just beim letzten Treffer zum ersten herausgespielten Tor des Gegners: Der linke Flügel kann sich durchsetzen und den scharfen Ball in die Mitte spielen. Für den Stürmer ist es ob der mangelnden Gegenwehr fast schon eine Pflichtaufgabe, den Ball ins kurze Eck zu schieben, und so macht er das auch.

Ein Tor fehlt zum Endergebnis noch, und dieses kann Thomas „Kendo“ Silaen erzielen. Ein flacher Pass vom rechten Flügel an den 16er geht durch mehrere Spieler durch, und mit aller Ruhe kann er den Ball am Tormann vorbei ins kurze Eck platzieren. Sein erstes (!!) Tor für den FCPW, aber leider nur zur Ergebniskosmetik.

Positiv zu erwähnen ist, dass nach dem Spiel ein Großteil der Mannschaft noch den Abend miteinander verbracht hat und die Stimmung relativ schnell wieder auf Normalpegel war. Ein Umstand, der vor einigen Jahren noch schwer vorstellbar war und ein Zeichen dafür ist, wie gut die Mannschaft momentan zusammenhält!

Das Spiel muss abgehakt werden, früher oder später musste man sich eine Niederlage einfangen. Man ist trotzdem noch in guter Gesellschaft in der Tabelle und jetzt muss versucht werden, in den nächsten Runden voll zu punkten!

Weiter geht’s am 1.10. um 16:00 beim Heimdoppel am STAW-Platz gegen Royal Vienna!


KM Spielbericht