2 : 1

FCPW Herren - DSG Hercules Vindobona

04.10.2017 place STAW Platz
Dominik Kögel ('24) Martin Hackauf ('42)
('86)

FCPW Herren – DSG Hercules Vindobona

Champions League-Atmosphäre am STAW-Platz!

 

..okay, mag sein, dass es halt einfach die Kombination aus Mittwoch und Meisterschaftsspiel war, die im ersten Moment an die Meisterliga der UEFA denken ließ.. aber trotzdem!

Zum eigentlichen Trainingstermin traf sich die Kampfmannschaft des FCPW vergangenen Mittwoch zum Spiel gegen Hercules Vindobona ein, um hoffentlich 3 Punkte einzufahren. Würde es eine eigene Wertung für seriöses Aufwärmen geben, hätten diese Punkte wohl die Gegner eingefahren, denn augenscheinlich war in manchen Köpfen der Paulaner noch verankert, dass man sich auf ein ganz normales Training vorbereiten würde. Während die Gegner also konzentriert und strukturiert ein fixes Programm abspulten, war auf der blau-weißen Hälfte der Spaß im Vordergrund, was sich später im Wettkampfmodus als sehr hilfreich herausstellen sollte.

Während die Gegner nämlich ein eher zerfahrenes Spiel boten, spielten die Wiedner Kicker groß auf, ließen den Gegner in der ersten Halbzeit zu keiner Chance kommen und zeigten am anderen Ende des Feldes beeindruckenden Offensivfußball. Ballstafetten, Doppelpässe, Seitenwechsel – die Paulaner boten alles, was das Trainerherz begehrt. Aufgrund dieser mannschaftlich geschlossen guter Leistung war es dann auch möglich, einige Torchancen herauszuspielen. Am heutigen Tag waren es die Stürmer Domi und Martin H., die es zu füttern galt. Und eine dieser Chancen nützte Domi “Tobi” Kögel (TK7, patent pending) zum erlösenden 1:0. Auch, wenn er seiner Meinung nach schlecht geschossen hatte, wichtig ist, dass der Ball den Weg ins Netz gefunden hatte. Besonders gefreut haben dürfte sich wohl Außenverteidiger Ludwig, den nach eigenen Angaben seine Technik “in den ersten 20 Minuten komplett im Stich gelassen” hatte..

An dieser Stelle sei gesagt, dass wirklich gerne von Chancen der Gegner berichtet worden wäre, es gab in der ersten Halbzeit jedoch keine wirklich ernstzunehmende. Martin H. konnte sich zwar nach einem Eckball als Ausputzer unter Beweis stellen, aber hinter ihm hätte Tormann Raphi den Ball wohl auch sicher unter Kontrolle gebracht. Vor allem machten sich im Offensivdrittel der Gegner immer wieder Abspielfehler bemerkbar, wodurch es für ihre Sturmspitze kaum möglich war, sich in gefährliche Position zu bringen.

Auf der anderen Seite des Feldes lief es genau konträr: Mit Zuckerpässen aus dem Mittelfeld versorgt war es den beiden Paulaner-Stürmern immer wieder möglich, in den Strafraum einzudringen. Aufgrund der mangelnden Chancenauswertung verabsäumten sie es jedoch, den Passgebern – und hier allen voran David Dallinger – Assistpunkte auf deren Konto zu zaubern. Die Chancen in diesem Spiel hätten bei glücklichem Verlauf wohl gereicht, um die nächsten 3 Spiele zu bestreiten.. und in der 42. Minute konnte sich dann endlich Martin H. für seine zahlreichen Sprints in den Strafraum selbst belohnen, als er den Tormann umkurvte und am Verteidiger vorbei zum 2:0 einschob. Dennoch ging es nicht mit Erleichterung in die Pause, denn kurz zuvor musste Jakob Dallinger mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden. Die Physios vor Ort sowie der Arzt im UKH Meidling konnten jedoch Entwarnung geben, es handelte sich zumindest um keine langwierige Verletzung. Alles Gute an dieser Stelle!

Die zweite Halbzeit konnte ebenso druckvoll begonnen werden wie die erste, wobei die herausgespielten Chancen nicht mehr von der selben Qualität waren wie zu Beginn des Spiels. Mit Fortschreiten der Partie verlagerte sich das Spiel immer mehr ins Mittelfeld, da sich bei den Paulanern im letzten Drittel hin und wieder Abspiel- oder technische Fehler einschlichen.

Nach mehreren Fouls musste Libero Jo schließlich ausgewechselt werden, für ihn kam Stefan Kalnoky ins Spiel. Ebenso wurde Philipp Greimel aus- und Jakob Haltmeyer eingewechselt.

In weiterer Folge konnte man die Gegner aus dem eigenen Strafraum fernhalten, wodurch es weiterhin selten ungefährlich wurde..

..selten heißt aber nicht gleich “nie”, und wie in einem schlechten US-Teenie-Film gibt es auch bei den Blau-Weißen aus Wieden ein wiederkehrendes, fast schon an Slapstick erinnerndes Muster: Eckball-Tor. Gar nicht so kompliziert, sollte man meinen. Trotzdem gelang es den Gegnern in der 86. Minute, einen Kopfball gegen die Laufrichtung von Tormann Raphi ins kurze Eck zu köpfen.

Nichtsdestotrotz konnte die Führung bis zum Abpfiff gehalten werden, wodurch die Kampfmannschaft des FCPW als Aufsteiger nach 4 Spielen bei 9 Punkten hält. Diese Bilanz kann sich durchaus sehen lassen, vor allem, wenn man bedenkt, dass die Siege wirklich alle verdient aufgrund der besseren spielerischen Leistung gewonnen wurden.

Weiter geht es mit einem neuerlich ungewöhnlichen Spieltermin: am Dienstag, den 10.10., spielt die KM um 20:15 auf der Marswiese gegen Schlusslicht Stammtisch 04. Zuseher sind wie immer gerne gesehen!

 

(PG)

 


Herren Spielbericht