3 : 0

FCPW Reserve - DSG AS District West

30.09.2017 place STAW Platz
Philip Grünberger ('60) Philip Grünberger ('83) Daniel Rosa ('87)

FCPW Reserve – DSG AS District West

Paulaner Wieden (Reserve) vs. AS District West (Reserve) 3:0 (0:0)

Da die Kampfmannschaft ihr Spiel der aktuellen Runde erst am Mittwoch, den 4.10., bestreitet, war das Duell der Reserve gegen AS District West das einzige Herren-Match an diesem Wochenende.

Dementsprechend konnte das Trainerteam auch auf eine Vielzahl an angemeldeten Spielern zurückgreifen, und sie taten dies – so, wie es sich für die Reserve gehört – in Form eines bunten Mixes aus Erfahrung und jugendlicher Motivation. Bemerkbar machte sich das vor allem im Mittelfeld, wo die Zentrale von alteingesessenen DSG-Profis besetzt wurde, während am Flügel mit Silvo und Flo Kadlez dem unermüdlichen Einsatz des Nachwuchses Vorrang gegeben wurde.

Gegen die an diesem Tag durchwegs jung aufgestellte Mannschaft von AS District West rechnete man sich bereits vor dem Spiel gute Chancen aus, zumal auch die Tabellensituation ein leichtes Spiel vermuten lassen konnte. Zusätzlich wurden diese Erwartungen von der Tatsache befeuert, dass die Gegner mit einem Mann weniger den Gang in die STAW-Arena wagten.

Wie immer jedoch zeigte sich die Wahrheit erst am Platz, und hier mussten die Paulaner froh sein, nicht schon in der Anfangsphase in Rückstand geraten zu sein. Der quirlige Flügelstürmer der Gegner machte vor allem der rechten Außenbahn der Blau-Weißen immer wieder Probleme, dennoch war es sein Teamkollege, der nach 5 Minuten den Abschluss aus 25 Metern wagte und damit die Außenstange traf. Retrospektiv betrachtet hätte das der Weckruf für die Paulaner sein müssen, jedoch konnten sie sich immer noch nicht konzentriert dem Spielaufbau widmen. So kam es noch zu 2-3 gefährlichen Strafraumsituationen für die Gegner. Wer schon einmal ein Spiel des FCPW gesehen hat, weiß, dass von einer „gefährlichen Strafraumsituation“ bereits dann die Rede ist, wenn dem Gegner ein Eckball zugesprochen wird.

Irgendwann sprach es sich dann unter den Blau-Weißen doch herum, dass man Tore schießen muss, um ein Spiel zu gewinnen, und mit Fortschreiten der ersten Halbzeit war immer mehr Sicherheit und Spielfreude zu sehen. Silvo konnte sich nach guten Bällen von Stephan Schulte oder David Maurer immer wieder am rechten Flügel Duelle mit dem Außenverteidiger liefern (und meistens gewinnen), Martin Szauer kam öfters in aussichtsreiche Schussposition, von wo aus er jedoch am genauen Zielen bzw. am gegnerischen Tormann scheiterte. Trotzdem, man hatte nun eindeutig die Spielgestaltung in die Hand genommen und konnte den Gegner weitgehend in Schach halten. Mit diesem guten Gefühl ging es in die Pause.

Aus dieser Pause kamen die Paulaner leicht verändert auf das Spielfeld, für Stefan Seyfried kam FCPW-Urgestein Thomas Bagga aufs Feld. Dieser Wechsel war aufgrund des.. ähm.. „kämpferischen“ Spielstils von Stefan eher in die Kategorie Risikomanagement zu verbuchen, er hatte in der ersten Halbzeit bereits die gelbe Karte (ja, nur eine!) gesehen.

Die Gegner taten sich weiterhin schwer, einen Spielaufbau zu gestalten und konnten sich fast immer nur mit hohen Bällen auf den bereits angesprochenen, wieselflinken Stürmer helfen. Da dessen Kompetenzen jedoch mehr in Richtung Quantität (Schritte pro Sekunde) als in Richtung Qualität gingen, konnte auch er nie wirklich gefährlich für die blau-weiße Hintermannschaft werden. Außer natürlich, wenn es in der Defensive zu Missverständnissen kam, jedoch konnte auch hier nach einer kurzen Schrecksekunde aufgeatmet werden, da der Stürmer aus 12 Metern das leere Tor nicht traf.

Um der Erhöhung des Durchschnittsalters aufgrund der Einwechslung von Thomas Bagga wieder ein bisschen entgegenzuwirken, wurden nach ein paar Minuten die Youngster Philip Grünberger und Daniel Rosa eingewechselt. Und diese Wechsel sollten sich bezahlt machen!

Nach einem schön vorgetragenen Angriff durch das Zentrum konnte sich Philip den Ball im Strafraum nach der Ballannahme nochmals nach innen legen, von wo aus er mit einem gezielten Flachschuss dem Tormann keine Chance ließ. 1:0 für die Blau-Weißen!
Damit war ein wenig der Bann gebrochen, die Unterzahl der Gegner machte sich spätestens jetzt bemerkbar, ebenso wie die spielerischen Mängel in ihrem Aufbauspiel. So konnte der FCPW weiter Angriff um Angriff herausspielen, wie auch beim 2:0. Philip setzte aus der eigenen Hälfte zum Sprint an, der Pass von Libero Stefan Kalnoky kam mit perfektem Timing, und die Gegner, welche Fips im Abseits wähnten, konnten nur noch hinterherschauen, wie er mit dem Ball in den Strafraum lief und mit guter Übersicht den Ball ins kurze Eck einschieben konnte. Zugegeben, ebenjenes kurze Eck wurde ihm vom Tormann der Gegner großzügig angeboten.

Es folgten immer wieder Angriffe über beide Flügel, die jedoch meistens nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnten. So musste man bis zur Schlussphase warten, um das 3:0 doch noch bejubeln zu können. Daniel Rosa zog kompromisslos aus 18 Metern ab und der Tormann erkannte früh, dass er keine Chance hatte, den Ball zu erreichen.

Kurz danach erfolgte der Schlusspfiff – die Reserve lacht nach 4 Spielen mit 10 Punkten und einem Torverhältnis von 13:1 (wobei das Gegentor aus einem Elfmeter fiel) von der Tabellenspitze. Das nächste Spiel findet am 7.10. um 18:00 gegen Leon Guarani statt, und zwar am Sportplatz Leopoldau!

(PG)


Reserve Spielbericht